Upcycling, Part 2: Kreative Blumentöpfe

Oder auch: So zweckentfremdest Du leere Duftkerzengläser

Die Überschrift verrät es schon. Dieser Blogpost widmet sich den leeren Duftkerzengläsern oder -behältern, die sich jetzt gerade im Herbst und Winter nach kerzenbeleuchteten Abenden schnell ansammeln.

Die Idee dazu ist zufällig entstanden: Ich war, wie so oft, im Baumarkt unterwegs, um meinen kleinen Kräutergarten neu zu bepflanzen. (Ihr erinnert Euch vielleicht? Ansonsten guckst Du hier: Kräutergarten-Blogpost) Unter anderem hat es dann eine Aloe Vera in meinen Einkaufswagen geschafft. Fast hätte ich auch noch ein paar dieser Mini-Steingewächse und -Kakteen eingepackt, die zurzeit in fast jedem Baumarkt oder Blumenladen zu finden sind. Aber mein Portemonnaie hat es mir gedankt, dass ich mich beherrschen konnte.

Zu Hause angekommen, habe ich dann festgestellt, dass die Aloe Vera eigentlich ein bisschen zu groß ist, um sich mit meinem Rosmarin den Kübel zu teilen. Deshalb habe ich sie kurzerhand von ein paar ihrer Ableger befreit und diese zur Seite gelegt. Als ich dann fertig (und meine Wohnung wieder einmal voller Blumenerde) war, hielt ich die kleinen Ableger in der Hand. Zum Wegwerfen fand ich sie dann doch zu schade – aber wohin damit? Ein normaler Blumentopf wäre wohl etwas überdimensioniert gewesen. Da fielen mir meine kleinen Duftkerzengläser auf der Wohnwand ins Auge. Die waren nämlich auch bereits (fast) ausgebrannt, aber zu schön, um sie wegzuwerfen.

Den Docht und die Wachsreste habe ich grob mit einem kleinen Löffel aus dem Glas gekratzt. Danach habe ich die Gläser nochmal mit warmem Wasser, einem groben Schwamm und Spülmittel gereinigt. Die Reinigung ging so ziemlich gut und leichter als zunächst gedacht.

Dann galt es nur noch die Ableger der Aloe Vera einzupflanzen und dann Werk war vollendet. Wer gerade keine kleinen Aloe Vera-Ableger zur Hand hat, kann natürlich auch andere Pflanzen nehmen. Seid einfach kreativ! Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass auch ein kleines Kresse-Beet in den Töpfchen super aussehen würde. Oder säht ein paar Grassamen hinein! Ein kleiner grüner Tupfer in Eurer Wohnung ist jedenfalls schnell gezaubert und ihr könnt Euch die überteuerten Mini-Pflanzen sparen, die es derzeit überall gibt.

Ich freue mich, wenn ihr weitere kreative Ideen teilt!

Upcycling: Kreative Deko für Dein Zuhause

Oder: Was tun, wenn Du Deine leeren Flaschen nicht zum Altglas-Container bringen möchtest

Ihr kennt es sicher alle – schneller als man sich versieht, hat man eine Sammlung an leeren Glasflaschen, die man doch eigentlich schon längst mal zum Altglas-Container bringen wollte. Vor allem den Weintrinkern unter uns dürfte das bekannt vorkommen. Doch zumindest für ein paar Flaschen könnt ihr Euch den Weg demnächst sparen, denn sie eignen sich perfekt als dekorative Eyecatcher in Eurer Wohnung – zumindest wenn ihr sie etwas umfunktioniert.

Variante 1 – Kerzenhalter

Eine super simple Möglichkeit des Upcyclings Eurer alten Flaschen ist, sie einfach als Kerzenhalter zu verwenden. Am schönsten sieht das aus, wenn ihr mehrere Weinflaschen in verschiedenen Farben und Formen und mit schönem Etikett verwendet.

Spült die Flaschen vor dem Verwenden ordentlich mit Wasser und Spülmittel aus und lasst sie komplett trocknen. Am besten stellt ihr sie dafür erst ein paar Stunden auf den Kopf, so kann das Wasser rauslaufen. Passt dabei auf, dass sie Euch nicht umfallen – das ist ein ziemlicher Balanceakt. Dann dreht ihr sie um und lasst sie so auch nochmal ein paar Stunden stehen. Danach seid ihr eigentlich schon fast startklar, nur die Kerzen fehlen noch.

Ich habe ganz einfache Stilkerzen gekauft, die gibt es in tausend verschiedenen Farben. Schaut einfach, was Euch gut gefällt und zu Eurer Einrichtung passt. Einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt es bei den Kerzen allerdings, der wichtig ist: Wenn ihr Eure neuen Kerzenständer auf empfindliche Untergründe stellt, solltet ihr darauf achten, Kerzen zu kaufen, die nicht tropfen. Meiner Erfahrung nach ist das bei den meisten Kerzen der Fall, die man hier so im Geschäft kaufen kann, schaut aber auf jeden Fall auf das Etikett oder fragt nach. Ich persönlich finde es schön, wenn der Wachs etwas auf die Flaschen tropft und war bei der Suche nach nicht nicht-tropfenden Kerzen bisher nicht erfolgreich – wenn ihr hier schon schlauer seid, freue ich mich über einen Hinweis!

Ihr habt nun also Flaschen und Kerzen – und werdet feststellen, dass die Stilkerzen in der Regel nicht so ohne Weiteres in die Weinflaschen passen. Nehmt Euch also einfach ein Messer und schnitzt die Kerze am unteren Ende etwas an, bis sie schmal genug ist, dass sie in die Flasche passt, aber noch dick genug, dass sie nicht verrutscht. Ich lasse die Kerzen meistens etwas zu „dick“, setze sie auf den Flaschenhals und drehe, bis die Kerze gut und gerade sitzt. So hat sie einen guten Halt. Achtet unbedingt darauf, dass Eure Kerzen gerade und stabil stehen! Ihr wollt ganz sicher nicht, dass sie Euch brennend aus der Flasche fallen.

Mit ganz wenig Aufwand habt ihr so einen individuellen Hingucker (und schon ein paar Flaschen weniger, die ihr wegbringen müsst!).

Variante 2 – Blumenvase

Ich war schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer schönen Vase für einzelne Blumen (also keinen ganzen Strauß). Als ich dann vor Kurzem mein Olivenöl aufgebraucht habe und die leere Flasche in der Hand hielt, kam ich auf die Idee, diese doch einfach zu zweckentfremden.  Die Flasche war aus schönem dunkelgrünen Glas und hatte genau die Form, nach der ich gesucht habe.

Im ersten Schritt hat die Flasche dann erst einmal ein Bad in warmem Wasser mit viel Spülmittel genommen. So könnt ihr das Etikett leichter ablösen. Lasst die Flasche komplett mit Wasser bedeckt ca. eine Stunde liegen, zieht dann das Etikett grob ab und entfernt dann die Kleberreste. Dazu eignet sich am besten ein Schwamm mit einer rauen Seite, den ihr danach nicht weiter verwenden wollt. Falls ihr auch eine Flasche verwenden wollt, in der vorher Öl war, solltet ihr sie danach auch nochmal gründlich mit einem fettlösenden Spülmittel ausspülen.

Und das war es eigentlich schon. Wie ihr seht, auch hier super wenig Aufwand und ein schönes, individuelles Accessoire! 

Vielleicht habt auch ihr noch die ein oder andere Idee, was man mit leeren Glasflaschen alles anstellen kann. Ich freue mich auf Eure Anregungen!

Dein kleiner Kräutergarten

Oder: Ein bisschen Grün für alle Stadtkinder unter uns

Schon lange schwirrte mir die Idee im Kopf herum, einen kleinen Indoor-Nutzgarten in meiner Wohnung anzulegen. Sozusagen, um die Dinge auch wirklich selbst zu machen. Na gut, das ist vielleicht ein wenig übertrieben – zumal ich nicht mit dem grünsten Daumen gesegnet bin… Aber der Gedanke, einen schönen grünen Tupfen in meiner Wohnung zu haben, den ich auch tatsächlich nutzen kann, gefiel mir schon gut.

Und so war die Idee für meinen kleinen Kräutergarten eigentlich auch schon geboren. Einfach ein paar Blumentöpfe mit Kräutern hinzustellen war mir aber natürlich doch eine Spur zu simpel. Also ging es los in den Baumarkt – wohin auch sonst? Über die Odyssee, alles mit dem Fahrrad zu transportieren, könnte ich einen separaten Blogpost verfassen. Aber das vielleicht ein anderes Mal. Gekauft habe ich:

  • 2 Terracotta-Pflanzkübel mit Untersetzern
  • 4 verschiedene Kräuter: Naschzipfel (Mini-Mini-Paprika), Ananasminze, Rosmarin, griechischer Basilikum
  • 10 l Blumenerde für Kräuter
  • Filz-Untersetzer

Leider habe ich den Kassenzettel nicht mitgenommen, weshalb ich Euch dieses Mal nicht die genauen Preise sagen kann. Neben den oben aufgeführten Sachen, braucht ihr noch Lack, ein bisschen Farbe und einen Pinsel. Das hatte ich noch aus vorherigen Aktionen zu Hause und musste es deshalb nicht kaufen.

Das Vorgehen ist dann ganz einfach: Die Pflanzkübel und auch die Untersetzer dort, wo sie mit Wasser in Kontakt kommen, lackieren. So vermeidet ihr, dass helle Farbe sich verfärbt, wenn ihr die Pflanzen gießt. Wenn der Lack vollständig getrocknet ist, streicht ihr mit der Farbe Eurer Wahl Pflanztopf und Untersetzer. Ich habe ganz normale Wandfarbe und einen Pinsel verwendet. Durch den Pinsel hat die Oberfläche eine leichte Struktur bekommen, die mir sehr gefällt. Ihr solltet jedoch darauf achten, schön gleichmäßig immer in die gleiche Richtung zu pinseln. Das Ganze habe ich zweimal gemacht, um eine gute Deckkraft zu erzielen. Schaut einfach, wie es Euch nach dem ersten Anstrich gefällt. 

Bevor ihr die Kräuter einpflanzt, lasst ihr die Töpfe gut trocknen. Unter den Untersetzern könnt ihr dann auf jede Ecke eine kleine Filz-Ecke kleben. So verkratzt ihr Euch keine Oberflächen.

Ihr solltet auch nachlesen, wie viel Platz die Kräuter ungefähr brauchen, d.h. wie groß der Pflanzabstand sein sollte, und wie viel Wasser sie brauchen. Packt also nur Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf in einen Kübel. Ich habe pro Topf (ca. 30 cm lang) zwei Kräuterpflanzen eingepflanzt: Naschzipfel und Ananasminze in einen und griechisches Basilikum und Rosmarin in den anderen. Da die Erde erst einmal ziemlich trocken ist, solltet ihr darauf achten, die Kräuter beim Einpflanzen gut zu gießen.

Ihr könnt natürlich auch direkt Pflanzkübel in einer Farbe kaufen, die Euch gefällt. Ich hatte jedoch noch etwas von meiner Wandfarbe übrig und fand es schön, Töpfe in der gleichen Farbe zu haben.

Meinen Tipp, die Töpfe erst zu lackieren, kann ich Euch zumindest bei hellen Farben ans Herz legen, wenn ihr nicht nach dem Gießen der Pflanzen fleckige Töpfe haben wollt – so wie ich. Zuerst sehr zu meiner Verwunderung… Die Terracotta-Töpfe sind nämlich nicht wasserdicht – das hatte ich nicht bedacht. Dass die Flecken nicht sein sollten, ist bisher aber nicht wirklich aufgefallen – alle dachten, es sei so gewollt. 🙂

Auch wenn die Ananasminze etwas langsamer wächst, als „normale“ Minze (und als gehofft!), nutze ich meinen kleinen Kräutergarten ausgiebig und habe sehr viel Freude daran. Vielleicht konnte ich ja auch den ein oder anderen von Euch inspirieren – viel Spaß beim Ausprobieren!

Wie immer: Ich teile hier besten Gewissens meine Erfahrungen und bin weder Gärtner, noch Maler und Lackierer. Vielleicht habt ihr noch andere gute Ideen oder Ergänzungen – lasst gerne von Euch hören!

Update: Vielleicht habt ihr Euch gefragt, wie die Pflanzkübel nach dem Gießen und ohne vorherigem Lackieren aussehen. Mir persönlich gefällt es gut, aber falls ihr diesen Effekt vermeiden wollt, solltet ihr einfach den Tipp oben befolgen.

Mein Esstisch – Aus alt mach neu

Als ich vor einiger Zeit meine neue Wohnung bezogen habe, war ich eigentlich ziemlich gut ausgestattet – einzig ein Esstisch fehlte mir noch. Die Suche nach einem geeigneten Exemplar gestaltete sich dann allerdings schwieriger als gedacht. Zuerst einmal musste ich mich entscheiden, wie der zukünftige Esstisch denn aussehen soll. Wie groß soll er sein? Eckig oder lieber rund? Ausziehbar? Aus Holz oder Metall? Welche Farbe? Wer mich kennt, weiß, dass solche Entscheidungen durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen können…

Als ich mich dann endlich entschieden hatte – rund, ausziehbar und aus dunklem Holz – ging die Suche nun richtig los. Ich klapperte sämtliche Möbelhäuser in der Region ab, schaute auf Amazon und auf Ebay Kleinanzeigen. Doch einige Wochen gingen ins Land, ohne dass ich DEN Tisch fand. Zu groß, zu klein, zu niedrig, zu teuer, … Ich hatte mich mittlerweile schon recht gut damit abgefunden, an meinem Couchtisch zu essen, als ich bei Ebay Kleinanzeigen dann doch fündig wurde.  


Für 30 Euro erstand ich dieses wunderbare Exemplar. Leider waren die Beine geleimt, sodass man sie nicht zum Transport abnehmen konnte. Mein kleines Auto fiel damit also als Transportmittel raus. Da half nur geballte Frauenpower: Zusammen mit einer Freundin schleppte ich den Tisch die gut 700 Meter bis in meine Wohnung. 

Damit war allerdings erst der erste Schritt geschafft. Denn bei genauerem Hinsehen im Tageslicht des nächsten Tages stellte ich fest, dass der Tisch doch schon recht stark in die Jahre gekommen war. Schnell fasste ich den Entschluss, den Tisch abzuschleifen und neu zu streichen. Eins kann ich Euch vorab schon verraten, solltet ihr etwas Ähnliches planen – stellt Euch auf ein bis zwei schweißtreibende Tage ein. Aber das Resultat entschädigt dafür allemal, wie ich finde!

Das Material – das brauchst Du

Nun geht es also los. Nachfolgend findet ihr meine Materialliste mit den Preisen, die ich im Baumarkt jeweils bezahlt habe:

  • Schleifpapier in verschiedenen Körnungen von grob bis fein: Ich habe jeweils mehrere Seiten in den Stärken 60, 80, 120 und 240 verwendet.  (Kostenpunkt ca. 0,40 € je Seite)
  • Handschleifer aus Kork (2,95 €)
  • Feinstaubmaske (6,50 €)
  • Lacklasur: Ich habe mich für die Farbe Nussbaum entschieden. (375 ml, 9,95 €)
  • ggf. Holzpaste: Falls ihr wie ich größere Macken im Tisch habt, eignet Holzpaste sich zum ausbessern. (5,95 €)
  • Klarlack: Hier könnt ihr Euch zwischen einem glänzenden und matten Finish entscheiden. (125 ml, 5,99 €)
  • Pinsel: Ich habe ein dreiteiliges Pinselset mit unterschiedlichen Größen und einen Lackpinsel für den Klarlack verwendet. (Pinselset: 1,79 €, Lackpinsel: 3,99 €)

Die zusätzlichen Kosten haben sich insgesamt auf ca. 43 Euro belaufen. Wenn ihr aber nicht wie ich einfach in den erstbesten Baumarkt lauft und loskauft, könnt ihr sicher an der ein oder anderen Ecke noch bessere Preise finden!

Das Vorgehen – Los geht’s!

1. Macken ausbessern

Bevor Du mit dem Abschleifen startest, solltest Du größere und kleinere Macken, Kratzer und Ähnliches ausbessern. Die auszubessernde Oberfläche sollte sauber und trocken sein. Schnapp Dir dann einfach die Holzpaste, trage sie großzügig auf die entsprechenden Stellen auf und streiche sie mit einem Spachtel oder – wenn Du wie ich keinen hast – mit einem Stück Pappe etwas glatt. Keine Sorge, das Ganze muss nicht perfekt glatt sein und darf ruhig höher als die restliche Oberfläche sein.

Lass die Stellen dann gut durchtrocknen. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wie dick die aufgetragenen Schichten sind.

2. Abschleifen – Ohne Fleiß, kein Preis!

Nach dem Ausbessern mit der Holzpaste beginnt der wirklich schweißtreibende Teil des Vorhabens. Damit die neue Farbe gut hält und schön gleichmäßig aussieht, müsst ihr den Tisch nun abschleifen. Wie gründlich das Ganze sein muss, hängt auch davon ab, in welcher Farbe ihr den Tisch aktuell vorfindet und wie ihr ihn hinterher streichen wollt.

In meinem Fall habe ich den vorher schon dunklen Tisch auch hinterher wieder dunkel gestrichen. Das ist wahrscheinlich eine der einfacheren Varianten. Ich war zwar recht gründlich beim Abschleifen, aber dass an der ein oder anderen Stelle noch dunkle Farbreste in den Holzmaserungen vorhanden waren, hat das Endergebnis nicht negativ beeinflusst. In der Galerie seht ihr den Abschleifprozess in den verschiedenen Stufen anhand meines ersten „Probierstücks“.

Bitte denkt daran, nur mit Feinstaubmaske und in gut belüfteten Räumen abzuschleifen! 

Mit dem gröbsten Schleifpapier fangt ihr an und tragt so Schritt für Schritt die alten Farbreste ab. Wickelt dazu einfach einen Streifen Schleifpapier um Euren Korkblock und legt los. Wichtig: Schleift immer in Richtung der Holzmaserung ab, sonst zerkratzt und beschädigt ihr die Oberfläche! Auch über die in Schritt 1 mit der Holzpaste ausgebesserten Stellen dürft ihr mit dem Schleifpapier gehen, sodass ihr zum Schluss wieder eine ebene Fläche mit dem Rest des Tisches habt. Wenn ihr das Gefühl habt, die erste grobe Farbschicht ist ab, könnt ihr zu den mittleren Schleifstärken wechseln, und schließt das Ganze mit der feinsten Körnung ab, wenn ihr den gewünschten Zustand Eures Tisches erreicht habt.

Ich habe die Tischplatten zwischendurch immer wieder mit einem nebelfeuchten (!) Tuch abgewischt, um den Staub zu entfernen. Bevor ihr dann wieder anfangt zu schleifen, sollte die Oberfläche aber wieder trocken sein. Denkt außerdem daran, zwischendurch immer mal wieder einen neuen Streifen Schleifpapier zu verwenden, da diese durch die abgeschliffenen Partikel verschmutzen.

3. Ein neuer Anstrich

Nun geht es an den spaßigeren Teil – das Anstreichen! Hier jedoch auch vorab der Hinweis: Bitte arbeitet nur in sehr gut durchlüfteten Bereichen (am besten draußen), da die Ausdunstungen der Farben nicht gesundheitsförderlich sind.

Ich habe mich zum Anstreichen für eine Lacklasur entschieden. Diese hat den Vorteil, dass sie das Holz wie ein Lack schützt, aber die Holzmaserungen wie bei einer Lasur sichtbar bleiben. Je nachdem, welches Ergebnis ihr erzielen wollt, gibt es also verschiedene Möglichkeiten des Anstriches. 

Bevor es losgeht: Wenn ihr so geschickt seid, wie ich, ist es sicherlich eine gute Idee, den gesamten Bereich neben und unter dem Tisch mit Zeitung oder Pappe auszulegen, damit ihr Euch Euren Boden nicht versaut. Sorgt außerdem wieder dafür, dass die Oberflächen, die ihr streichen wollt, sauber und trocken sind. Rührt die Lacklasur außerdem ordentlich um. Das ist wichtig, um den richtigen Farbton zu erhalten.

Und dann könnt ihr loslegen! Für größere Flächen, wie die Tischplatte nehmt ihr am besten einen breiten Pinsel, für Kanten oder Tischbeine lieber einen schmäleren. Tragt die Lacklasur gleichmäßig (auch hier wieder in Richtung der Maserung) und zügig auf, sie zieht recht schnell ein und trocknet. Die Farbe sollte zwar decken, aber nicht zu dick sein. Ihr könnt immer nochmal eine zweite und auch dritte Schicht auftragen. Wichtig ist, dass ihr die Farbe immer komplett trocknen lasst und noch einmal vorsichtig mit dem feinen Schleifpapier über die Fläche geht, bevor ihr eine neue Schicht auftragt. Wie lange das Trocknen in etwa dauert, solltet ihr auf der Dose Eurer gewählten Farbe finden. Ich habe die Lacklasur in zwei Schichten aufgetragen und war dann zufrieden mit der Farbe.

4. Das Finish!

Dieser letzte Schritt ist optional und nicht unbedingt notwendig. Ich wollte unbedingt sichergehen, dass sich die doch recht harte Arbeit gelohnt hat und ich lange an einem Tisch ohne Kratzer in der Farbe oder Wasserrändern Freude habe.

Ihr könnt also, wenn alle Farbschichten trocken und ihr mit der Farbe zufrieden seid, noch eine Schicht Klarlack auftragen. Ihr müsst Euch hierbei zwischen einem matten und einem glänzenden Finish entscheiden. Ich habe einen glänzenden Lack gewählt, der außerdem mit dem blauen Engel ausgezeichnet ist. Das Siegel verspricht, dass die Lacke einen geringeren Schadstoffgehalt haben und gesundheitlich in der Wohnumwelt unbedenklich sind. Das war mir für einen Esstisch wichtig. Benutzt zum Auftragen dann einfach einen für Lack auf Wasserbasis geeigneten Pinsel und tragt wieder zügig, gleichmäßig und dünn, aber deckend den Lack auf. Beachtet auch hier wieder die Trockenzeiten, bis ihr den Tisch voll belasten könnt, die ihr auf der Dose findet.

Und hier das Endergebnis:

Zu guter Letzt

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Endergebnis und habe schon viele Komplimente von Familie und Freunden dafür bekommen. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass ich keineswegs vom Fach bin und hier einfach nur mein Vorgehen ohne Anspruch auf Korrektheit und Vollständigkeit weitergebe. 

Ich hoffe, ich konnte damit den ein oder anderen von Euch zu seinem eigenen Do It Yourself-Möbelprojekt inspirieren!