Granola: Knuspermüsli selbstgemacht

Frühstücken wie ein Kaiser war nie einfacher

Dass eine ausgewogene Ernährung wichtig ist, wissen wir alle. Die Realität sind dann im Alltag unter Zeitdruck aber häufig anders aus. Schnell muss es gehen! Und da fällt die Wahl oft auf ungesunde Alternativen. Das muss aber gar nicht sein. Ich zeige Euch heute eine leckere und schnell selbst gemachte Frühstücksvariante – Granola! Das Knuspermüsli wird ganz einfach im Ofen gebacken und bei der Zubereitung sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Das brauchst Du

Für eine Portion, die bei mir ungefähr für eine Arbeitswoche (also fünf Mal frühstücken) ausreicht, brauchst Du folgende Grundzutaten:

  • 100 g Haferflocken
  • 50 g Basismüsli (bekommt ihr in jedem gut sortierten Supermarkt – oft im Bio-Regal)
  • ca. 5 EL Ahornsirup oder Honig (flüssig)

Und dann könnt ihr Eurer Fantasie freien Lauf lassen – erlaubt ist, was schmeckt! Meine Lieblingszutaten sind diese:

  • 1 EL Kokosraspeln
  • 2 EL gehobelte Mandeln
  • 2 EL Erdnüsse
  • 2 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL getrocknete Früchte (z.B. Cranberries)
  • 0,5 TL Zimt

Teilt doch auch mal Eure liebsten Varianten!

Zubereitung

Die Zubereitung des Granola ist denkbar einfach: Heizt Euren Ofen auf ca. 130 Grad (Umluft) vor. Dann füllt ihr die abgewogenen, trockenen Zutaten zusammen in eine ausreichend große Schüssel. Zum Schluss gebt ihr den Ahornsirup oder Honig (je nachdem, was ihr lieber mögt) hinzu und mischt alles, bis der Sirup gleichmäßig verteilt ist.

Legt dann ein Backblech mit Backpapier aus und verteilt die Masse gleichmäßig auf dem Blech. Achtet dabei darauf, dass die Schicht nicht zu dick ist. Das Ganze nun einfach ca. 15 Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad backen. Behaltet das Granola beim Backen aber gut im Auge, damit es nicht zu dunkel wird bzw. verbrennt. Lasst es nach dem Backen auskühlen, bevor ihr es dann in eine geeignete Vorratsdose füllt.

Und zack! Das war es schon!

Ehe ihr Euch verseht, ist Eurer leckeres und sättigendes Frühstück für die nächsten Tage auch schon fertig. Abgesehen davon, dass die Zubereitung super einfach und schnell ist, wisst ihr auch genau, was in Eurem Frühstück drin ist – und zwar nur das, was ihr mögt.

Lasst es Euch schmecken!

Für Dein Home-Spa: Eukalyptus in der Dusche

Eine Offenbarung! Oder?

Wahrscheinlich bin ich wieder einmal sehr spät dran, um auf diesen Zug aufzuspringen – aber was soll’s! Besser spät die Offenbarung entdecken als nie, oder?

In letzter Zeit habe ich auf Instagram immer wieder Blogger gesehen, die darauf schwören, Eukalyptus in die Dusche zu hängen. Das sieht zum einen sehr dekorativ aus, soll aber zum anderen auch das ultimative Spa-Erlebnis für zu Hause sein. Der Wasserdampf beim Duschen sorgt dafür, dass die ätherischen Öle des Eukalyptus freigesetzt werden. Diese riechen nicht nur gut, sondern sollen auch befreiend auf die Atemwege wirken. Jeder, der sich im Winter schon einmal Erkältungsbalsam auf die Brust geschmiert hat, weiß genau, was gemeint ist.

Eucalyptus Showers – Wie geht das?

Die Entscheidung ist also schnell getroffen – das probiere ich aus. Nachdem ich zuerst eine Weile überlegt habe, wo man wohl einzelne Zweige Eukalyptus kaufen kann (Bekomme ich sowas im Kaufland? Im Baumarkt vielleicht?), bin ich dann doch bei meinem Blumenladen um die Ecke fündig geworden. Für drei Zweige, die ein relativ üppiges Bündel für meine Dusche ergeben haben, habe ich 2,50 € bezahlt – also keine riesige Investition.

Und? Offenbarung oder nur gehypt?

Und dann? Ab in die Dusche! Zugegeben – meine Erwartungen waren ziemlich hoch. Nach dem Probe-Duschen hält sich meine Begeisterung ehrlicherweise aber leider in Grenzen… Um den Geruch wahrnehmen zu können, musste ich meine Nase schon ziemlich nah an die Blätter halten.

Gut, das mag nun verschiedene Gründe haben: Meine schlechte Nase zum Beispiel… Vielleicht habe ich mir aber auch „alte“ Eukalyptuszweige unterjubeln lassen? Ich werde also definitiv noch einen zweiten Versuch starten. Zumal mir das Eukalyptus in der Dusche allein als Dekoration auch schon sehr gut gefällt. Austauschen soll man die Äste übrigens, wenn sie nicht mehr duften. (Ich nehme an, ich sollte meine also sofort austauschen…)

Da scheinbar so viele darauf schwören, würden mich Eure Erfahrungen natürlich brennend interessieren. Habt ihr das Ganze schon einmal ausprobiert? Top oder Flop? Lasst doch gerne mal einen Kommentar da!

Soul Food für kalte Tage: Leckere Kartoffelsuppe

Oder auch: Futtern wie bei Muttern

Dass wir bereits mitten im Herbst angekommen sind, lassen zwar momentan höchstens die bunten Blätter und weniger die Temperaturen vermuten. Wer aber wie ich trotzdem schon in Herbststimmung ist, kann sicher auch eine Tasse von Mamas leckerer Kartoffelsuppe nicht ausschlagen. Da wird es einem nicht nur warm im Bauch, sondern auch im Herzen. Das Ganze ist schnell gemacht, günstig und lässt sich prima aufheben.

Das braucht ihr

Für ca. 4 Portionen Kartoffelsuppe benötigt ihr neben einem ausreichend großen Topf und einem Pürierstab:

  • ca. 5-6 mittelgroße Kartoffeln (mir schmeckt es am besten mit festkochenden Kartoffeln)
  • eine Packung Suppengemüse (enthält meistens ein je Stück Staudensellerie und Lauch, Petersilie und ein paar Möhren)
  • eine große Zwiebel
  • eine Zehe Knoblauch
  • Gewürze: Pfeffer, Salz, Paprika, Kurkuma (ihr könnt die Liste nach Belieben ergänzen)
  • ca. 2-3 EL Öl (ich verwende Olivenöl)
  • etwas Senf und Honig (Veganer können stattdessen natürlich auch Agavendicksaft oder Ahornsirup nehmen!)

Los geht’s

Im ersten Schritt schält, wascht und schnibbelt ihr erst einmal das Gemüse. Die Kartoffel-, Möhren- und Selleriestücke müssen nicht allzu klein sein, später werdet ihr sie sowieso pürieren. Je größer die Stücke, desto länger ist aber eben auch die Garzeit. Den Lauch und die Zwiebel könnt ihr einfach in Ringer schneiden.

Dann gebt ihr das Öl in den Topf und erhitzt es. Im heißen Öl schwitzt ihr dann zunächst die Zwiebel und den Lauch an und gebt auch schon die ausgepresste Knoblauchzehe hinzu. Nach 1-2 Minuten gebt ihr dann nach und nach das restliche Gemüse hinzu. Fangt mit dem Gemüse an, das am längsten garen muss (Sellerie und Möhren, dann Kartoffeln). Auch Pfeffer, etwas Salz, Kurkuma, Paprika, Senf und Honig könnt ihr schon dazugeben. Lasst das Ganze 4-5 Minuten angaren und rührt währenddessen immer mal wieder um.

Danach gießt ihr einfach so viel Wasser in den Topf, dass das Gemüse gerade bedeckt ist. Auch die Petersilie aus dem Suppengemüse könnt ihr noch dazu geben. Dann heißt es abwarten und Tee trinken. Macht einen Deckel auf den Topf und lasst das Ganze bei mittlerer Hitze ca. 30-45 Minuten köcheln. Die Garzeit ist zum einen von der Größe der Stücke abhängig und zum anderen Geschmackssache. Das Gemüse sollte nicht mehr hart sein, aber natürlich auch nicht zerkochen.

Ist die Garzeit abgeschlossen, könnt ihr die Petersilie wieder aus dem Topf fischen und die Suppe mit dem Pürierstab pürieren. Dann solltet ihr nochmal abschmecken: Höchstwahrscheinlich werdet ihr noch etwas nachsalzen müssen. Gegebenenfalls könnt ihr auch noch Senf oder Honig hinzufügen. Seid ihr zufrieden mit dem Geschmack, ist die Suppe fertig!

Ich teile den Topf Suppe dann gerne auf mehrere Tupperdosen auf – so habe ich für die nächsten Tage ein leckeres Mittagessen auf der Arbeit! Man kann die Suppe auch einfrieren – durch die Kartoffeln ist die Konsistenz beim Auftauen allerdings nicht sehr schön. Wenn man beim Aufwärmen gut rührt, wird es aber wieder gleichmäßig.

Ich liebe das Rezept, weil es schön herbstlich ist, super einfach und sich sogar problemlos vegan zubereiten lässt. Lasst es Euch schmecken!

Upcycling, Part 2: Kreative Blumentöpfe

Oder auch: So zweckentfremdest Du leere Duftkerzengläser

Die Überschrift verrät es schon. Dieser Blogpost widmet sich den leeren Duftkerzengläsern oder -behältern, die sich jetzt gerade im Herbst und Winter nach kerzenbeleuchteten Abenden schnell ansammeln.

Die Idee dazu ist zufällig entstanden: Ich war, wie so oft, im Baumarkt unterwegs, um meinen kleinen Kräutergarten neu zu bepflanzen. (Ihr erinnert Euch vielleicht? Ansonsten guckst Du hier: Kräutergarten-Blogpost) Unter anderem hat es dann eine Aloe Vera in meinen Einkaufswagen geschafft. Fast hätte ich auch noch ein paar dieser Mini-Steingewächse und -Kakteen eingepackt, die zurzeit in fast jedem Baumarkt oder Blumenladen zu finden sind. Aber mein Portemonnaie hat es mir gedankt, dass ich mich beherrschen konnte.

Zu Hause angekommen, habe ich dann festgestellt, dass die Aloe Vera eigentlich ein bisschen zu groß ist, um sich mit meinem Rosmarin den Kübel zu teilen. Deshalb habe ich sie kurzerhand von ein paar ihrer Ableger befreit und diese zur Seite gelegt. Als ich dann fertig (und meine Wohnung wieder einmal voller Blumenerde) war, hielt ich die kleinen Ableger in der Hand. Zum Wegwerfen fand ich sie dann doch zu schade – aber wohin damit? Ein normaler Blumentopf wäre wohl etwas überdimensioniert gewesen. Da fielen mir meine kleinen Duftkerzengläser auf der Wohnwand ins Auge. Die waren nämlich auch bereits (fast) ausgebrannt, aber zu schön, um sie wegzuwerfen.

Den Docht und die Wachsreste habe ich grob mit einem kleinen Löffel aus dem Glas gekratzt. Danach habe ich die Gläser nochmal mit warmem Wasser, einem groben Schwamm und Spülmittel gereinigt. Die Reinigung ging so ziemlich gut und leichter als zunächst gedacht.

Dann galt es nur noch die Ableger der Aloe Vera einzupflanzen und dann Werk war vollendet. Wer gerade keine kleinen Aloe Vera-Ableger zur Hand hat, kann natürlich auch andere Pflanzen nehmen. Seid einfach kreativ! Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass auch ein kleines Kresse-Beet in den Töpfchen super aussehen würde. Oder säht ein paar Grassamen hinein! Ein kleiner grüner Tupfer in Eurer Wohnung ist jedenfalls schnell gezaubert und ihr könnt Euch die überteuerten Mini-Pflanzen sparen, die es derzeit überall gibt.

Ich freue mich, wenn ihr weitere kreative Ideen teilt!

Upcycling: Kreative Deko für Dein Zuhause

Oder: Was tun, wenn Du Deine leeren Flaschen nicht zum Altglas-Container bringen möchtest

Ihr kennt es sicher alle – schneller als man sich versieht, hat man eine Sammlung an leeren Glasflaschen, die man doch eigentlich schon längst mal zum Altglas-Container bringen wollte. Vor allem den Weintrinkern unter uns dürfte das bekannt vorkommen. Doch zumindest für ein paar Flaschen könnt ihr Euch den Weg demnächst sparen, denn sie eignen sich perfekt als dekorative Eyecatcher in Eurer Wohnung – zumindest wenn ihr sie etwas umfunktioniert.

Variante 1 – Kerzenhalter

Eine super simple Möglichkeit des Upcyclings Eurer alten Flaschen ist, sie einfach als Kerzenhalter zu verwenden. Am schönsten sieht das aus, wenn ihr mehrere Weinflaschen in verschiedenen Farben und Formen und mit schönem Etikett verwendet.

Spült die Flaschen vor dem Verwenden ordentlich mit Wasser und Spülmittel aus und lasst sie komplett trocknen. Am besten stellt ihr sie dafür erst ein paar Stunden auf den Kopf, so kann das Wasser rauslaufen. Passt dabei auf, dass sie Euch nicht umfallen – das ist ein ziemlicher Balanceakt. Dann dreht ihr sie um und lasst sie so auch nochmal ein paar Stunden stehen. Danach seid ihr eigentlich schon fast startklar, nur die Kerzen fehlen noch.

Ich habe ganz einfache Stilkerzen gekauft, die gibt es in tausend verschiedenen Farben. Schaut einfach, was Euch gut gefällt und zu Eurer Einrichtung passt. Einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt es bei den Kerzen allerdings, der wichtig ist: Wenn ihr Eure neuen Kerzenständer auf empfindliche Untergründe stellt, solltet ihr darauf achten, Kerzen zu kaufen, die nicht tropfen. Meiner Erfahrung nach ist das bei den meisten Kerzen der Fall, die man hier so im Geschäft kaufen kann, schaut aber auf jeden Fall auf das Etikett oder fragt nach. Ich persönlich finde es schön, wenn der Wachs etwas auf die Flaschen tropft und war bei der Suche nach nicht nicht-tropfenden Kerzen bisher nicht erfolgreich – wenn ihr hier schon schlauer seid, freue ich mich über einen Hinweis!

Ihr habt nun also Flaschen und Kerzen – und werdet feststellen, dass die Stilkerzen in der Regel nicht so ohne Weiteres in die Weinflaschen passen. Nehmt Euch also einfach ein Messer und schnitzt die Kerze am unteren Ende etwas an, bis sie schmal genug ist, dass sie in die Flasche passt, aber noch dick genug, dass sie nicht verrutscht. Ich lasse die Kerzen meistens etwas zu „dick“, setze sie auf den Flaschenhals und drehe, bis die Kerze gut und gerade sitzt. So hat sie einen guten Halt. Achtet unbedingt darauf, dass Eure Kerzen gerade und stabil stehen! Ihr wollt ganz sicher nicht, dass sie Euch brennend aus der Flasche fallen.

Mit ganz wenig Aufwand habt ihr so einen individuellen Hingucker (und schon ein paar Flaschen weniger, die ihr wegbringen müsst!).

Variante 2 – Blumenvase

Ich war schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer schönen Vase für einzelne Blumen (also keinen ganzen Strauß). Als ich dann vor Kurzem mein Olivenöl aufgebraucht habe und die leere Flasche in der Hand hielt, kam ich auf die Idee, diese doch einfach zu zweckentfremden.  Die Flasche war aus schönem dunkelgrünen Glas und hatte genau die Form, nach der ich gesucht habe.

Im ersten Schritt hat die Flasche dann erst einmal ein Bad in warmem Wasser mit viel Spülmittel genommen. So könnt ihr das Etikett leichter ablösen. Lasst die Flasche komplett mit Wasser bedeckt ca. eine Stunde liegen, zieht dann das Etikett grob ab und entfernt dann die Kleberreste. Dazu eignet sich am besten ein Schwamm mit einer rauen Seite, den ihr danach nicht weiter verwenden wollt. Falls ihr auch eine Flasche verwenden wollt, in der vorher Öl war, solltet ihr sie danach auch nochmal gründlich mit einem fettlösenden Spülmittel ausspülen.

Und das war es eigentlich schon. Wie ihr seht, auch hier super wenig Aufwand und ein schönes, individuelles Accessoire! 

Vielleicht habt auch ihr noch die ein oder andere Idee, was man mit leeren Glasflaschen alles anstellen kann. Ich freue mich auf Eure Anregungen!

Netflix & … Popcorn!

So machst Du schnell und lecker Dein eigenes Popcorn

Popcorn selbst zu machen ist viel einfacher, als man sich das vielleicht vorstellt. Und damit meine ich nicht, die Tütchen, die man einfach in die Mikrowelle steckt!

Das brauchst Du

  • Popcorn-Mais (gibt es in jedem größeren Supermarkt)
  • Geschmacksneutrales Öl, das hoch erhitzt werden kann (ich nehme Sonnenblumenöl)
  • nach Geschmack: Zucker oder Salz und etwas Butter
  • einen beschichteten Topf mit Deckel
  • einen Holzlöffel

Und schon geht’s los

Wie Du siehst, brauchst Du gar nicht viele Zutaten. Bis auf den Popcorn-Mais hast Du wahrscheinlich schon alles zu Hause. 

Bevor Du loslegst, musst Du Dich entscheiden, wie Du Dein Popcorn essen möchtest: Natur (ohne alles), salzig oder süß. Bei uns ist das süße Popcorn am beliebtesten, aber wer schon einmal in Nordamerika im Kino war, hat vielleicht auch schon mal salziges Popcorn probiert. Die Zubereitung für Popcorn „Nature Style“ und salziges Popcorn ist, bis auf die letzten Schritte, identisch. Das werde ich Euch deshalb als erstes zeigen.

Popcorn „Nature Style“

Schnappt Euch einen beschichteten Topf mit Deckel. Je nach Größe des Topfes gebt ihr ein bis zwei Esslöffel Öl hinein. Nun erhitzt ihr das Öl behutsam. Am besten fangt ihr bei mittlerer Hitze an und tastet Euch langsam etwas höher. Damit der Mais platzt, muss das Öl ziemlich heiß sein, ihr solltet allerdings Vorsicht walten lassen, da sich zu heißes Öl entzünden kann. Lasst den Topf also bitte keinesfalls aus den Augen, das Öl darf nicht anfangen zu qualmen. Ob es heiß genug ist, könnt ihr testen, indem ihr das Ende Eures Holzlöffels ins Fett haltet. Bilden sich dort kleine Bläschen, ist die es heiß (genug).

Stellt Euren Herd dann auf eine niedrige Stufe herunter und gebt so viel Popcorn in den Topf, dass der Boden bedeckt ist, die Körner aber nicht übereinander liegen. Dann macht ihr den Deckel auf den Topf (und lasst ihn drauf!). Schwenkt den geschlossenen Topf ein wenig hin und her, sodass alle Körner mit den Öl in Kontakt kommen. 

Wenn sich der Mais genug erhitzt hat, werdet ihr die ersten Körner platzen hören. Schwenkt den Topf nun immer mal wieder hin und her, damit das Popcorn am Boden nicht verbrennt. Wartet ab, bis keine Körner mehr platzen, nehmt den Topf nun vom Herd und den Deckel vom Topf.

Füllt das Popcorn am besten zügig in eine großzügige Schüssel um, die ihr offen stehen lasst und schüttelt das fertige Popcorn immer mal wieder durch. Wichtig ist, das heiße Popcorn nicht in einem geschlossenen Gefäß zu lassen, da es dann pappig wird.

Wenn das Popcorn kalt ist, ist Euer Snack für den heimischen Filmeabend bereit! Seid dabei nicht zu ungeduldig – auch wenn es schwer fällt. Frisches Popcorn, das gerade aus dem Topf kommt ist wirklich sehr heiß (meine eigene leidvolle Erfahrung…).

Salziges Popcorn

Die Zubereitung von salzigem Popcorn ist fast identisch. Bevor ihr jedoch das Popcorn komplett erkalten lasst, fügt ihr etwas Butter (je nach Menge ca. ein Teelöffel) und Salz (nach Geschmack) in das noch heiße Popcorn. Mengt das Ganze dann gut durch, damit Butter und Salz sich verteilen. Und dann heißt es nur noch Warten, bis es kalt genug zum Verzehr ist!

Für diejenigen unter uns, die normalerweise nur süßes Popcorn essen, ist die salzige Variante oftmals schwer vorstellbar. So ging es mir zumindest! Aber ich kann Euch sagen, es ist definitiv einen Versuch wert. Also wagt Euch ruhig auch da mal ran!

Süßes Popcorn

Die Zubereitung von süßem Popcorn unterscheidet sich ein wenig von den beiden ersten Varianten. Ich habe einige Rezepte gelesen, die den Zucker wie beim salzigen Popcorn im Nachhinein zufügen. Wie im Kino schmeckt es aber so:

Gebt auch hier das Öl in den Topf und fügt aber nun je nach Menge ca. einen Esslöffel handelsüblichen Zucker hinzu. Nun erhitzt ihr das Öl unter Rühren mit dem Holzlöffel vorsichtig. Seid hier nun bitte besonders vorsichtig, damit Euch der Zucker nicht (ver-)brennt.

Ist das Öl heiß, gebt nun auch hier so viel Popcorn in den Topf, dass der Boden bedeckt ist und dreht den Herd herunter. Das Vorgehen unterscheidet sich nun nicht mehr wesentlich von den beiden anderen Varianten. Lasst den Deckel auf dem Topf, bis ihr keinen Mais mehr platzen hört und achtet darauf, dass die Maiskörner in Bewegung bleiben, damit nichts anbrennt. Schüttelt den Topf ruhig zwischendurch mal durch. Haltet dabei den Deckel am besten mit zwei Topflappen fest.

Ist der Mais geplatzt, nehmt den Topf vom Herd und öffnet den Deckel. Bei süßem Popcorn ist es nun umso wichtiger, es umzufüllen und immer wieder zu bewegen, damit ihr nachher nicht einen riesigen verklebten Klumpen Popcorn habt. Lasst es auskühlen (Geduld! Heißer Zucker auf den Lippen/der Zunge ist leider wirklich nicht witzig…) und macht es Euch dann mit der Schüssel auf dem Sofa bequem!

Der erkaltete Zucker im Topf wird schnell sehr hart. Aber keine Sorge um Euren Topf. Ich habe meinen bisher immer sehr gut wieder sauber bekommen, indem ich ihn einfach eine Weile in warmem Wasser mit reichlich Spülmittel habe einweichen lassen. Den Holzlöffel könnt ihr da direkt mit reinstellen. Gegebenenfalls packt ihr den danach einfach auch nochmal mit in die Spülmaschine.

Guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren!

Dein kleiner Kräutergarten

Oder: Ein bisschen Grün für alle Stadtkinder unter uns

Schon lange schwirrte mir die Idee im Kopf herum, einen kleinen Indoor-Nutzgarten in meiner Wohnung anzulegen. Sozusagen, um die Dinge auch wirklich selbst zu machen. Na gut, das ist vielleicht ein wenig übertrieben – zumal ich nicht mit dem grünsten Daumen gesegnet bin… Aber der Gedanke, einen schönen grünen Tupfen in meiner Wohnung zu haben, den ich auch tatsächlich nutzen kann, gefiel mir schon gut.

Und so war die Idee für meinen kleinen Kräutergarten eigentlich auch schon geboren. Einfach ein paar Blumentöpfe mit Kräutern hinzustellen war mir aber natürlich doch eine Spur zu simpel. Also ging es los in den Baumarkt – wohin auch sonst? Über die Odyssee, alles mit dem Fahrrad zu transportieren, könnte ich einen separaten Blogpost verfassen. Aber das vielleicht ein anderes Mal. Gekauft habe ich:

  • 2 Terracotta-Pflanzkübel mit Untersetzern
  • 4 verschiedene Kräuter: Naschzipfel (Mini-Mini-Paprika), Ananasminze, Rosmarin, griechischer Basilikum
  • 10 l Blumenerde für Kräuter
  • Filz-Untersetzer

Leider habe ich den Kassenzettel nicht mitgenommen, weshalb ich Euch dieses Mal nicht die genauen Preise sagen kann. Neben den oben aufgeführten Sachen, braucht ihr noch Lack, ein bisschen Farbe und einen Pinsel. Das hatte ich noch aus vorherigen Aktionen zu Hause und musste es deshalb nicht kaufen.

Das Vorgehen ist dann ganz einfach: Die Pflanzkübel und auch die Untersetzer dort, wo sie mit Wasser in Kontakt kommen, lackieren. So vermeidet ihr, dass helle Farbe sich verfärbt, wenn ihr die Pflanzen gießt. Wenn der Lack vollständig getrocknet ist, streicht ihr mit der Farbe Eurer Wahl Pflanztopf und Untersetzer. Ich habe ganz normale Wandfarbe und einen Pinsel verwendet. Durch den Pinsel hat die Oberfläche eine leichte Struktur bekommen, die mir sehr gefällt. Ihr solltet jedoch darauf achten, schön gleichmäßig immer in die gleiche Richtung zu pinseln. Das Ganze habe ich zweimal gemacht, um eine gute Deckkraft zu erzielen. Schaut einfach, wie es Euch nach dem ersten Anstrich gefällt. 

Bevor ihr die Kräuter einpflanzt, lasst ihr die Töpfe gut trocknen. Unter den Untersetzern könnt ihr dann auf jede Ecke eine kleine Filz-Ecke kleben. So verkratzt ihr Euch keine Oberflächen.

Ihr solltet auch nachlesen, wie viel Platz die Kräuter ungefähr brauchen, d.h. wie groß der Pflanzabstand sein sollte, und wie viel Wasser sie brauchen. Packt also nur Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf in einen Kübel. Ich habe pro Topf (ca. 30 cm lang) zwei Kräuterpflanzen eingepflanzt: Naschzipfel und Ananasminze in einen und griechisches Basilikum und Rosmarin in den anderen. Da die Erde erst einmal ziemlich trocken ist, solltet ihr darauf achten, die Kräuter beim Einpflanzen gut zu gießen.

Ihr könnt natürlich auch direkt Pflanzkübel in einer Farbe kaufen, die Euch gefällt. Ich hatte jedoch noch etwas von meiner Wandfarbe übrig und fand es schön, Töpfe in der gleichen Farbe zu haben.

Meinen Tipp, die Töpfe erst zu lackieren, kann ich Euch zumindest bei hellen Farben ans Herz legen, wenn ihr nicht nach dem Gießen der Pflanzen fleckige Töpfe haben wollt – so wie ich. Zuerst sehr zu meiner Verwunderung… Die Terracotta-Töpfe sind nämlich nicht wasserdicht – das hatte ich nicht bedacht. Dass die Flecken nicht sein sollten, ist bisher aber nicht wirklich aufgefallen – alle dachten, es sei so gewollt. 🙂

Auch wenn die Ananasminze etwas langsamer wächst, als „normale“ Minze (und als gehofft!), nutze ich meinen kleinen Kräutergarten ausgiebig und habe sehr viel Freude daran. Vielleicht konnte ich ja auch den ein oder anderen von Euch inspirieren – viel Spaß beim Ausprobieren!

Wie immer: Ich teile hier besten Gewissens meine Erfahrungen und bin weder Gärtner, noch Maler und Lackierer. Vielleicht habt ihr noch andere gute Ideen oder Ergänzungen – lasst gerne von Euch hören!

Update: Vielleicht habt ihr Euch gefragt, wie die Pflanzkübel nach dem Gießen und ohne vorherigem Lackieren aussehen. Mir persönlich gefällt es gut, aber falls ihr diesen Effekt vermeiden wollt, solltet ihr einfach den Tipp oben befolgen.

Erfrischung am Stiel

Wie Euch allen wahrscheinlich, war auch mir in den letzten Wochen sehr (SEHR) warm. Und nein, ich möchte mich nicht darüber beschweren, dass wir ausnahmsweise auch in Deutschland mal einen richtigen Sommer haben. Aber gegen eine leckere Abkühlung kann wohl niemand etwas einwenden!

Ich zeige Dir heute, wie ich mit wenigen Zutaten leckeres und erfrischendes Eis am Stiel gezaubert habe. Mindestens genauso lecker, halb so teuer und doppelt so gesund, wie das, was ihr im Supermarkt kaufen könnt. 

Los geht’s – Das braucht ihr

  • Förmchen für Eis am Stiel (z.B. von Depot für 4,99 €)
  • Obst! (Ich habe hier Grapefruit, Wassermelone, Orange und Kiwi verwendet)
  • etwas natürliche Süße (z.B. Ahornsirup, Agavendicksaft oder Honig)
  • einen Standmixer oder Smoothiemaker
  • eine Citruspresse und ggf. ein Sieb
  • kleiner Trichter

So funktioniert’s

Ich habe im ersten Versuch zwei Eissorten ausprobiert, die den Geschmackstest definitiv bestanden haben und die ich Euch hier zeigen möchte: Grapefruit / Wassermelone und Orange / Kiwi.

Die Durchführung ist super easy. Presst einfach die jeweilige Zitrusfrucht aus und lasst den Saft ggf. durch ein Sieb laufen, um Kerne rauszufischen. Dann schneidet ihr die Melone klein (am besten nehmt ihr eine kernarme, da ihr die Kerne sonst in liebevoller Kleinstarbeit rauspicken könnt…), schmeißt sie in euren Standmixer oder Smoothiemaker, gebt den Grapefruitsaft und etwas Ahornsirup (oder was auch immer ihr zum Süßen verwenden möchtet) hinzu und lasst das Ganze schön durchpürieren. Für vier Eisförmchen habe ich den Saft einer Grapefruit und ca. ein Viertel einer Mini-Wassermelone gebraucht. Das Fruchtpüree füllt ihr dann am besten mit einem kleinen Trichter in die Eisförmchen.

Genauso funktioniert das ganze dann auch für die Sorte Orange / Kiwi: Kiwis schälen, kleinschneiden und in den Mixer geben, darüber den ausgepressten Orangensaft und das Süßungsmittel Eurer Wahl. Pürieren, in die Förmchen füllen, in den Gefrierschrank und zack, fertig!

Ihr solltet das Eis dann am besten über Nacht in den Gefrierschrank stellen, dann habt ihr am nächsten Tag eine leckere und gesunde Erfrischung. Natürlich sind noch tausende andere Geschmacksvarianten möglich – ich freue mich über Eure Anregungen und Ideen!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Mein Esstisch – Aus alt mach neu

Als ich vor einiger Zeit meine neue Wohnung bezogen habe, war ich eigentlich ziemlich gut ausgestattet – einzig ein Esstisch fehlte mir noch. Die Suche nach einem geeigneten Exemplar gestaltete sich dann allerdings schwieriger als gedacht. Zuerst einmal musste ich mich entscheiden, wie der zukünftige Esstisch denn aussehen soll. Wie groß soll er sein? Eckig oder lieber rund? Ausziehbar? Aus Holz oder Metall? Welche Farbe? Wer mich kennt, weiß, dass solche Entscheidungen durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen können…

Als ich mich dann endlich entschieden hatte – rund, ausziehbar und aus dunklem Holz – ging die Suche nun richtig los. Ich klapperte sämtliche Möbelhäuser in der Region ab, schaute auf Amazon und auf Ebay Kleinanzeigen. Doch einige Wochen gingen ins Land, ohne dass ich DEN Tisch fand. Zu groß, zu klein, zu niedrig, zu teuer, … Ich hatte mich mittlerweile schon recht gut damit abgefunden, an meinem Couchtisch zu essen, als ich bei Ebay Kleinanzeigen dann doch fündig wurde.  


Für 30 Euro erstand ich dieses wunderbare Exemplar. Leider waren die Beine geleimt, sodass man sie nicht zum Transport abnehmen konnte. Mein kleines Auto fiel damit also als Transportmittel raus. Da half nur geballte Frauenpower: Zusammen mit einer Freundin schleppte ich den Tisch die gut 700 Meter bis in meine Wohnung. 

Damit war allerdings erst der erste Schritt geschafft. Denn bei genauerem Hinsehen im Tageslicht des nächsten Tages stellte ich fest, dass der Tisch doch schon recht stark in die Jahre gekommen war. Schnell fasste ich den Entschluss, den Tisch abzuschleifen und neu zu streichen. Eins kann ich Euch vorab schon verraten, solltet ihr etwas Ähnliches planen – stellt Euch auf ein bis zwei schweißtreibende Tage ein. Aber das Resultat entschädigt dafür allemal, wie ich finde!

Das Material – das brauchst Du

Nun geht es also los. Nachfolgend findet ihr meine Materialliste mit den Preisen, die ich im Baumarkt jeweils bezahlt habe:

  • Schleifpapier in verschiedenen Körnungen von grob bis fein: Ich habe jeweils mehrere Seiten in den Stärken 60, 80, 120 und 240 verwendet.  (Kostenpunkt ca. 0,40 € je Seite)
  • Handschleifer aus Kork (2,95 €)
  • Feinstaubmaske (6,50 €)
  • Lacklasur: Ich habe mich für die Farbe Nussbaum entschieden. (375 ml, 9,95 €)
  • ggf. Holzpaste: Falls ihr wie ich größere Macken im Tisch habt, eignet Holzpaste sich zum ausbessern. (5,95 €)
  • Klarlack: Hier könnt ihr Euch zwischen einem glänzenden und matten Finish entscheiden. (125 ml, 5,99 €)
  • Pinsel: Ich habe ein dreiteiliges Pinselset mit unterschiedlichen Größen und einen Lackpinsel für den Klarlack verwendet. (Pinselset: 1,79 €, Lackpinsel: 3,99 €)

Die zusätzlichen Kosten haben sich insgesamt auf ca. 43 Euro belaufen. Wenn ihr aber nicht wie ich einfach in den erstbesten Baumarkt lauft und loskauft, könnt ihr sicher an der ein oder anderen Ecke noch bessere Preise finden!

Das Vorgehen – Los geht’s!

1. Macken ausbessern

Bevor Du mit dem Abschleifen startest, solltest Du größere und kleinere Macken, Kratzer und Ähnliches ausbessern. Die auszubessernde Oberfläche sollte sauber und trocken sein. Schnapp Dir dann einfach die Holzpaste, trage sie großzügig auf die entsprechenden Stellen auf und streiche sie mit einem Spachtel oder – wenn Du wie ich keinen hast – mit einem Stück Pappe etwas glatt. Keine Sorge, das Ganze muss nicht perfekt glatt sein und darf ruhig höher als die restliche Oberfläche sein.

Lass die Stellen dann gut durchtrocknen. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wie dick die aufgetragenen Schichten sind.

2. Abschleifen – Ohne Fleiß, kein Preis!

Nach dem Ausbessern mit der Holzpaste beginnt der wirklich schweißtreibende Teil des Vorhabens. Damit die neue Farbe gut hält und schön gleichmäßig aussieht, müsst ihr den Tisch nun abschleifen. Wie gründlich das Ganze sein muss, hängt auch davon ab, in welcher Farbe ihr den Tisch aktuell vorfindet und wie ihr ihn hinterher streichen wollt.

In meinem Fall habe ich den vorher schon dunklen Tisch auch hinterher wieder dunkel gestrichen. Das ist wahrscheinlich eine der einfacheren Varianten. Ich war zwar recht gründlich beim Abschleifen, aber dass an der ein oder anderen Stelle noch dunkle Farbreste in den Holzmaserungen vorhanden waren, hat das Endergebnis nicht negativ beeinflusst. In der Galerie seht ihr den Abschleifprozess in den verschiedenen Stufen anhand meines ersten „Probierstücks“.

Bitte denkt daran, nur mit Feinstaubmaske und in gut belüfteten Räumen abzuschleifen! 

Mit dem gröbsten Schleifpapier fangt ihr an und tragt so Schritt für Schritt die alten Farbreste ab. Wickelt dazu einfach einen Streifen Schleifpapier um Euren Korkblock und legt los. Wichtig: Schleift immer in Richtung der Holzmaserung ab, sonst zerkratzt und beschädigt ihr die Oberfläche! Auch über die in Schritt 1 mit der Holzpaste ausgebesserten Stellen dürft ihr mit dem Schleifpapier gehen, sodass ihr zum Schluss wieder eine ebene Fläche mit dem Rest des Tisches habt. Wenn ihr das Gefühl habt, die erste grobe Farbschicht ist ab, könnt ihr zu den mittleren Schleifstärken wechseln, und schließt das Ganze mit der feinsten Körnung ab, wenn ihr den gewünschten Zustand Eures Tisches erreicht habt.

Ich habe die Tischplatten zwischendurch immer wieder mit einem nebelfeuchten (!) Tuch abgewischt, um den Staub zu entfernen. Bevor ihr dann wieder anfangt zu schleifen, sollte die Oberfläche aber wieder trocken sein. Denkt außerdem daran, zwischendurch immer mal wieder einen neuen Streifen Schleifpapier zu verwenden, da diese durch die abgeschliffenen Partikel verschmutzen.

3. Ein neuer Anstrich

Nun geht es an den spaßigeren Teil – das Anstreichen! Hier jedoch auch vorab der Hinweis: Bitte arbeitet nur in sehr gut durchlüfteten Bereichen (am besten draußen), da die Ausdunstungen der Farben nicht gesundheitsförderlich sind.

Ich habe mich zum Anstreichen für eine Lacklasur entschieden. Diese hat den Vorteil, dass sie das Holz wie ein Lack schützt, aber die Holzmaserungen wie bei einer Lasur sichtbar bleiben. Je nachdem, welches Ergebnis ihr erzielen wollt, gibt es also verschiedene Möglichkeiten des Anstriches. 

Bevor es losgeht: Wenn ihr so geschickt seid, wie ich, ist es sicherlich eine gute Idee, den gesamten Bereich neben und unter dem Tisch mit Zeitung oder Pappe auszulegen, damit ihr Euch Euren Boden nicht versaut. Sorgt außerdem wieder dafür, dass die Oberflächen, die ihr streichen wollt, sauber und trocken sind. Rührt die Lacklasur außerdem ordentlich um. Das ist wichtig, um den richtigen Farbton zu erhalten.

Und dann könnt ihr loslegen! Für größere Flächen, wie die Tischplatte nehmt ihr am besten einen breiten Pinsel, für Kanten oder Tischbeine lieber einen schmäleren. Tragt die Lacklasur gleichmäßig (auch hier wieder in Richtung der Maserung) und zügig auf, sie zieht recht schnell ein und trocknet. Die Farbe sollte zwar decken, aber nicht zu dick sein. Ihr könnt immer nochmal eine zweite und auch dritte Schicht auftragen. Wichtig ist, dass ihr die Farbe immer komplett trocknen lasst und noch einmal vorsichtig mit dem feinen Schleifpapier über die Fläche geht, bevor ihr eine neue Schicht auftragt. Wie lange das Trocknen in etwa dauert, solltet ihr auf der Dose Eurer gewählten Farbe finden. Ich habe die Lacklasur in zwei Schichten aufgetragen und war dann zufrieden mit der Farbe.

4. Das Finish!

Dieser letzte Schritt ist optional und nicht unbedingt notwendig. Ich wollte unbedingt sichergehen, dass sich die doch recht harte Arbeit gelohnt hat und ich lange an einem Tisch ohne Kratzer in der Farbe oder Wasserrändern Freude habe.

Ihr könnt also, wenn alle Farbschichten trocken und ihr mit der Farbe zufrieden seid, noch eine Schicht Klarlack auftragen. Ihr müsst Euch hierbei zwischen einem matten und einem glänzenden Finish entscheiden. Ich habe einen glänzenden Lack gewählt, der außerdem mit dem blauen Engel ausgezeichnet ist. Das Siegel verspricht, dass die Lacke einen geringeren Schadstoffgehalt haben und gesundheitlich in der Wohnumwelt unbedenklich sind. Das war mir für einen Esstisch wichtig. Benutzt zum Auftragen dann einfach einen für Lack auf Wasserbasis geeigneten Pinsel und tragt wieder zügig, gleichmäßig und dünn, aber deckend den Lack auf. Beachtet auch hier wieder die Trockenzeiten, bis ihr den Tisch voll belasten könnt, die ihr auf der Dose findet.

Und hier das Endergebnis:

Zu guter Letzt

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Endergebnis und habe schon viele Komplimente von Familie und Freunden dafür bekommen. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass ich keineswegs vom Fach bin und hier einfach nur mein Vorgehen ohne Anspruch auf Korrektheit und Vollständigkeit weitergebe. 

Ich hoffe, ich konnte damit den ein oder anderen von Euch zu seinem eigenen Do It Yourself-Möbelprojekt inspirieren!